Lottogewinner dringend gesucht

Ganz Baden-Württemberg ist in Aufregung. Die Lottozentrale in Stuttgart sucht dringend nach einem Lottogewinner. Schon seit einem Jahr liegt bei ihr ein Gewinn von 11,3 Millionen Euro zur Abholung bereit. Der oder die Gewinner(in) hatte im April letzten Jahres einen Tippschein in einer Lottoannahmestelle in der Nähe von Reutlingen abgegeben. Die Gewinnzahlen in der betreffenden Samstagsziehung vom 1. April  2017 waren: 5,8,9,18,22 und 36. Superzahl 8. Ein echter Volltreffer also. Die Lottozentrale hat mittlerweile sogar schon Plakate aufhängen lassen, um den Gewinner zu finden. Passiert ist bislang noch nichts. Der Gewinn ist allerdings schon seit Wochen das große Thema rund um Stuttgart.

 

Was passiert eigentlich mit einem nicht abgeholten Lottogewinn?

Ein Lottogewinn kann zunächst 13 Wochen lang in einer Lottoannahmestelle geltend gemacht werden. Der Stichtag wäre bei dem glücklichen Gewinner aus Reutlingen allerdings schon der 01. Juli 2017 gewesen, sodass diese Frist schon lange abgelaufen ist. Danach kann ein Gewinn nur noch in der Lottozentrale geltend gemacht werden. Im Falle des Gewinners in Baden-Württemberg läuft die Frist hierfür noch bis zum Ende des Jahres 2020. Bis dahin muss sich der Glückspilz dort direkt melden und natürlich die gültige Spielquittung vorlegen. Der Gewinn würde auch dann noch steuerfrei ausgezahlt. Allerdings gibt es keine Zinsen bis dahin, weil die Spielquittung noch nicht vorgelegt wurde und somit die wirtschaftliche Verfügbarkeit noch nicht auf den Gewinner übergegangen ist. Die Zinsen stehen bis dahin der Lottozentrale zu. Kommt der Gewinner nicht oder zu spät, verfällt der Gewinn und landet in einem Topf für eine Sonderverlosung, die dann zusätzlich zu einer der nächsten Ziehungen ausgespielt wird. Zuletzt hat es ein Gewinner im Jahr 2014 geschafft, einen Gewinn über 1 Million Euro verfallen zu lassen. So etwas kommt bei mehr als 100 Lottomillionären im Jahr in Deutschland allerdings nur sehr selten vor.

 

Was macht die Lottogesellschaft mit den Lottoeinnahmen?

In jeder Woche fließen den Lottogesellschaften des Deutschen Lotto- und Totoblocks viele Millionen Euro an Einnahmen von den Lottospielern zu. Allerdings werden nur etwa 50 % der Einnahmen an die Gewinner ausgeschüttet. Ein Teil des einbehaltenen Betrages wird dazu verwendet, die Kosten der Lottogesellschaften zu decken. Es werden davon also hauptsächlich Gehälter, Mieten und Material bezahlt. Dazu kommen aber auch Provisionen von im Durchschnitt 7,5 % der Einnahmen, die an die Betreiber der Lottoannahmestellen gewährt werden. Weiterhin müssen die Länder eine Lotteriesteuer abführen. Diese beträgt immerhin 16,67 %. Weitere 2,8 % der Einnahmen müssen im Durchschnitt für Rücklagen eingestellt werden. Außerdem werden etwa 23 % für die Förderung gemeinnütziger Zwecke ausgegeben, das heißt, hauptsächlich für soziale und kulturelle Zecke. Aber auch der Breitensport profitiert von den Lottomillionen. Der eine oder andere Bolzplatz in Deutschland wurde schon von einer Lottogesellschaft finanziert. Bei dieser Gelegenheit: Die besten Quoten und Boni für den nächsten Bundesliga-Spieltag gibt es bei https://www.sportwetten.net/bonus/.

 

Der Staat kassiert ordentlich

Neben der Lotteriesteuer, die von den Lottogesellschaften abgeführt werden muss, bekommt der Staat auch von dem Lottogewinner saftige Steuereinnahmen. Die Gewinne werden zunächst steuerfrei ausgezahlt. Ab dem ersten Tag werden jedoch für alle Zinsgewinne oder Anlage Erträge Steuern fällig. Zinsgewinne oberhalb der persönlichen Freigrenze müssen aktuell mit 25 % versteuert werden.